Die DNA von fünfzehn Millionen Menschen wechselte in einer Insolvenz den Besitzer. Ihre verwahren wir nie.
2025 wechselte eine der größten privaten Sammlungen menschlicher DNA in einer Insolvenz den Besitzer. Aimosti ist so gebaut, dass das Ihren Daten nicht passieren kann: Es gibt keinen DNA-Tresor von Aimosti, der verkauft werden könnte.
Was 2025 geschah
23andMe meldete 2025 Insolvenz nach Chapter 11 an. Die Datenbank des Unternehmens (rund fünfzehn Millionen genetische Profile, einer der größten privaten Genomdatensätze) wurde wie ein gewöhnlicher Vermögenswert behandelt und verkauft. Damit war eine unbequeme Frage öffentlich beantwortet: Wenn ein Unternehmen der Verbrauchergenetik Ihre DNA sammelt und speichert, können Ihre beständigsten Daten, die zugleich am meisten über Ihre Familie verraten, am Ende dem gehören, der das Unternehmen kauft.
Genetische Daten sind keine E-Mail-Adresse. Ändern lassen sie sich nicht, und sie gehören nicht Ihnen allein, denn sie verraten auch etwas über Ihre Eltern, Geschwister und Kinder. Diese Daten einem Unternehmen zur Verwahrung zu überlassen, ist eine Entscheidung, die sehr lange nachwirkt.
Von Grund auf anders gebaut
Dieses Modell betreiben wir nicht. Die Architektur entfernt genau das, was verkauft wird:
- Sie bringen Ihr eigenes Genom mit. Wir nehmen nie eine Probe und sequenzieren nichts. Sie laden Daten hoch, die Ihnen bereits gehören; die Datei behalten Sie. Wir werten sie neu aus.
- Datenhoheit in der EU. Ihre Daten werden in Finnland verarbeitet und gespeichert und verlassen nie die Europäische Union; als besondere Kategorie personenbezogener Daten stehen sie unter dem Schutz von Art. 9 DSGVO.
- Rohdaten sind flüchtig. Ihren Upload mit den Rohdaten löschen wir standardmäßig nach der Auswertung. Mit einem Abo bewahren wir eine kleine normalisierte Variantendatei und den daraus gelesenen Auszug der Herkunftsmarker auf, und das nur mit Ihrer ausdrücklichen, widerrufbaren Einwilligung.
- Nie verkauft, nie für Data-Mining genutzt, nie zum Training von KI verwendet. Unser Geld verdienen wir allein mit dem Bericht.
Und wenn Aimosti selbst den Betrieb einstellt?
Diese Frage stellt seit 23andMe jeder, deshalb hier die klare Antwort. Wir verkaufen Ihre Daten nie. Ein Unternehmen kann den Besitzer wechseln; Ihre Genomdaten sind nie Teil eines solchen Geschäfts und bleiben an eben dieses Datenschutzversprechen gebunden. Sollten wir den Dienst je einstellen, gilt unsere Zusage erst Export, dann Löschung: Sie können exportieren, was Ihnen gehört, danach wird es dauerhaft gelöscht. Weil wir ohnehin so wenig aufbewahren (den Stand Ihres letzten Berichts und, nur bei einem Abo, eine kleine Variantendatei), gibt es dann kaum etwas abzuwickeln, und Sie können schon vorher jederzeit alles löschen lassen.
Ein Genom ohne Diagnose, das ungenutzt herumliegt
Wenn Ihr Genom in einer Klinik oder bei einer Fachärztin oder einem Facharzt für Humangenetik sequenziert wurde, Sie einen Bericht ohne eindeutiges Ergebnis bekamen und die Betreuung damit endete, gehört Ihnen diese Datei weiterhin, und die Datenbanken sind nicht stehen geblieben. ClinVar, ACMG und CPIC ändern sich jeden Monat. Aimosti gleicht Ihre vorhandene VCF erneut mit dem aktuellen Wissensstand ab und markiert, was sich seit der ersten Auswertung geändert hat. Wir sagen in einfachen Worten, was Ihre Datei zeigen kann und was nicht. Beispielbericht ansehen →
Lesen Sie Ihr Genom, ohne es aus der Hand zu geben.
Der Bericht selbst ist auf Englisch.